Reality Cracking: Werbung

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Ist Werbung nicht toll? Mein Favourite zurzeit ist dieses geniale Joghurt-Designfood eines großen Lebensmittelkonzerns. Ach was, wir fühlen uns aufgebläht? Der Bauch spannt? Hmmm, was könnt's da für Lösungsansätze geben? "Moment mal ... ja klar! Dann kann ich ja sogar noch ne Pizza bestellen!"

Okay, ich sehs ein, es ist nicht einfach, Werbung für Produkte zu machen, die ausdrücklich zum Sch.... gedacht sind. Aber wie sich in der netten Animation jeweils die gelben Kügelchen im Körper zu einem Pfeil formieren, der daraufhin unbeirrbar nach unten wandert (in Richtung Ausgang offenbar), amüsiert mich schon. Also, Jungs von der Werbung, nicht so um den heißen Brei rumreden! Hmm. In diesem speziellen Fall war diese Wortwahl grade ziemlich widerwärtig.

Mein Alternativvorschlag: subtil, klar, hoffnungsvoll. 

Jedenfalls kann man mit Werbung auch andere Sachen machen. ZB Persiflagen .

Außerdem hier 

natürlich hier  und hier .  

Haustiere mit Computervirus...

RFID-TagLiebe Gemeinde, eine von mir lange gehegte Hoffnung wurde heute wahr: noch vor flächendeckender Einführung von RFID-Tags wurde eine entscheidende Schwachstelle endlich auch ‚im Experiment’ nachgewiesen: die kleinen Etiketten können dazu missbraucht werden Schadcode in Systeme einzuschleusen und zu verbreiten. Hört sich wie eine ‚klassische' Viren oder Exploit Attacke an – ist es im Wesentlichen auch.

Wie könnte EIN mögliches ‚Angriffsszenario’ aussehen: Nun, aus einem Supermarkt ‚borgt’ man sich ein Produkt mit RFID-Tag aus und beschreibt zuhause Bereiche des Tags mit dem Schadcode neu (Systeminterne Kennung bleibt erhalten, damit Kassensystem später den Tag erkennt und ausliest). Dann geht man in den Supermarkt zurück und zur Kasse, wo der Tag ausgelesen wird – und der Schadcode ist im System. Vom System wird er dann auf weitere Tags ‚verteilt’. - quod erat demonstrandum Weiterlesen »

Reality Cracking: Friedrich B. Haase

t4Wie die meisten von euch wissen, haben wir als kleines "Projekt" vor, einen Philosophen zu erfinden, der heuer seinen 250. Geburtstag feiert: Friedrich B. Haase, der Philosoph, der in seinem Werk die Gleichberechtigung von Fiktion und Realität behauptete.

Dazu werden wir, wie bereits einmal geschildert, unter anderem einen Wikipedia-Eintrag erstellen, in dem FBH aber dezidiert als "wahrscheinlich fiktiver" Philosoph eingeführt wird.

Es wird also niemand getäuscht. Unsere Argumentation ist, dass seine Daten zu 99,99% mit der "bewiesenen" Realität, also der anerkannten Fiktionsart "Geschichtsforschung", übereinstimmen sollten, so dass seine Figur zumindest nicht eindeutig widerlegbar ist. Es ist zwar ziemlich unwahrscheinlich, dass eine derartige Person keine greifbaren Beweise und keine Spuren hinterlassen hat, aber es ist nicht unmöglich.

Was könnten Gründe sein, warum FBH keine Spuren hinterlassen hat, falls er gelebt hat?

Also, das ist der momentane Stand der Theoriebildung meinerseits; im praktischen Teil gibt es schon einige Texte zu Haase, die wir bald jedem von euch, den's interessiert, hier (und später eben auch in der Wikipedia) verfügbar machen wollen.. Mitdiskussion ist herzlich willkommen! Hat das überhaupt Sinn? Was wollen wir damit? ich finde, das Projekt könnte sehr lustig werden - mein Sinn für Humor ist allerdings, naja, recht weit.

tamtam release #17

fantaWer zur Hölle ist Fanta Poupy? Nun, nachdem dies ein C:S-Track mit Text ist, können durchaus Vermutungen angestellt werden. Meiner Vermutung nach reitet sie zumindest gegen Schluss des Stückes mit einer Machete durch ein Chinarestaurant, aber das ist jetzt nur meine kranke Fantasie.

"Fanta Poupy doesn't need a helmet. But you do." Fanta Poupy, scheint's, ist keine Lusche. Auf geht's!

tamtam single release #17 (disclaimer)

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(13,2 MB)  Weiterlesen »

Tag The World !

… könnte die Aufforderung lauten, die neue Möglichkeiten zur Verbindung von ‚Real Life’ und ‚Digital Environment’ bietet. Keine Angst es geht hier nicht um die drohend am Horizont auftauchende RFID-Tags und ihre sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die uns in den nächsten Jahren bevorsteht, sondern um eine Wiederauferstehung der ‚guten alten’ Barcodes, allerdings im neuen – durchaus auch grafisch ansprechenden – Design.  ‚SEMACODE’ nennt sich die Art der Digitalisierung, die ein ‚Übersetzen’ eines bis zu 2000 (!) Zeichen langen Textes in eine zweidimensionale Grafik erlaubt. >>mehr Info ) Diese schwarzweiße ‚Code Grafik’ kann mittels eines Scanners oder Kamera und einer ‚Reader’ Software wieder in Text rückgewandelt werden.

'Semacode' füre http://www.tamtamvienna.comNutzbar für ‚Jedermann’ wird diese Entwicklung, wenn einerseits als Text eine Webadresse verwendet wird  und andererseits der ‚Reader’ die dekodierte Adresse automatisch an der Browser sendet und der das Ergebnis liefert  und das alles zusammen integriert in einem ‚modernem’ Mobiltelefon (Stichwort: ’Smartphone’ ’Kamera Handy’ – Liste der unterstützen Telefone/Hardware )

Diese Technik hat sich nun der Wiener Wirtschaftsinformatik Student Alexis Rondeau zu Nutzen gemacht und  das Projekt ‚Semapedia’ gestartet. ‚Wikipedia meets Realworld’ oder Information dort wo man sie braucht:  „Wir wollen das in der Online-Enzyklopädie gesammelte Wissen an die Orte bringen, an denen es wirklich relevant ist" meinte Alexis Rondeau zu heise.de .
Auf seiner Website ( http://www.semapedia.org/  ) kann man eine Wikipedia Adresse angeben und sich von dieser einen ‚Semacode’ Tag generieren lassen und ausdrucken. Diesen Tag bringt man dann dann direkt an dem Gegenstand/Gebäude/Ort an den der ‚enthaltene’ Wikipedia Artikel beschreibt.  Damit nun ein ‚Interessierter’ die Information abrufen kann, muss er die Grafik nur mit seinem ‚Smart-Kamera-Mobilephon’ fotografieren und ‚Semacode-Reader’ anklicken – sofort wird ihm die entsprechende Wikipediaseite in seinem Browser am ‚Smartphone’ angezeigt. Klingt cool – ist es auch. Weiterlesen »

Eindrücke

marokko

Eindrücke  

von zuvorkommenden Menschen
von Farben
von Gerüchen
von musikalischen Kulissen

die Rede ist von Marokko

ein Land, das mir kurz einen Einblick gewährte.

Reiseeindrücke Marokko in der Gallery

Reiseliteraturempfehlung: Canetti, Elias: „Die Stimmen von Marrakesch“. Frankfurt/Main: Fischer, 1980

tamtam release #16

dsgreco

Lang angekündigt, jetzt im Haus. DS Greco ist nicht nur Turntablist, sondern bastelt ebenso mit FL Tracks. Hier ein würdiger Einstand ins tamtam-Universum, zwei, wie er meinte, bisher "als Loop gedachte Tracks, über die noch ordentlich gescratcht werden sollte". Auch ohne Live-Kratzen: HipHop rules. Mich sowieso.

Zwei tolle Tracks. Zuerst das in klassischer HipHopmanier politische Intro "somebody", danach das sphärische "beatsnbells", das zeigt, dass hier die Hypnose wohnt. Das schreit nach Kooperationen. Welcome, DS Greco.

tamtam single release #16 (disclaimer)

Download. somebody 

Download. beatsnbells Weiterlesen »

Field Recordings

Die tollen Tracks von Schüttelgrad Soundscapes haben mich dazu inspiriert, etwas im Netz zu stöbern - und siehe da: das Ding hat einen Namen! Field Recordings, also Aufnahmen im "Feld" (Feld wie in Feldforschung, nicht gezwungenermaßen wie in Getreidefeld), sind der Schnittpunkt zwischen Ethnologie, Komposition, Noise, Archivwesen, Industrial Music und Ambient.

F. Densmore spielt dem Mountain Chief ein Ständchen. Frances Densmore spielt dem Mountain Chief ein Ständchen (1912 1916). Weiterlesen »

Egoexpress: 'Hot Wire My Heart' (Ladomat 2005)

arnda

Was macht die zur Zeit komplett
überarbeitete moriz fröhlich?

Richtig, es ist das Musikvideo zu "Aranda" von Egoexpress .

Dieses Video zeigt entschleunigt, dass die Devise "Immer schön eins nach dem anderen" etwas äußerst beruhigendes hat. Heilsam in Zeiten wahnwitziger Synapsen-Kollapse.
Überhaupt ist das letzte Album "Hot Wire My Heart" (Ladomat 2005)egoexpress  eine Minimal-Techno-Pop-Rock-Perle.

Egoexpress sind Mense Reents, der auch bei den "Goldenen Zitronen" (vor Jahren m. E. das beste Club-Konzert im B72) die elekronischen Knöpfe dreht und ein Mann namens Jimi Orgl. Das sollte uns alles sagen.
Im dritten Liedchen namens "Knartz IV" heißt es so eingangs zu Recht ...
"Oh my God, it's techno music!"

Serielle Grüße, moriz.

TV-Tipp: Themenabend Iran, arte

Morgen, 7.3., Programmschwerpunkt Iran auf arte :
20:40

Atomkurs im Gottesstaat. Die Dokumentation berichtet über das neue Selbstwertgefühl der Iraner seit der Wahl des radikalen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.
21:30
Mahmud Ahmadinedschad - Das Porträt. Die Dokumentation zeichnet ein Porträt des ehemaligen Bürgermeisters von Teheran und analysiert seine Position im Gottesstaat Iran.
21:45
Gesprächsrunde
22:05
Iran - Die Schätze der Mullahs. Die Dokumentation wirft einen Blick auf die wirtschaftlichen Strukturen im Iran.
Programminfo

Ach ja, heute abend auf arte: Good bye, Lenin!