Reality Cracking: Sex sells, sell sex.

 Ja, lange herrschte an dieser Stelle Schweigen über die wunderbare Welt der Werbung, doch beileibe nicht, weil nichts zu verarschen gewesen wäre. Dauerbrenner in der Bei-Euch-Idioten-kauf-ich-nie-wieder-was-Hitliste dürfte wohl immer noch nebenstehender Schleimscheißer-Anzugträger sein.

Das bekannt wahnsinnig avancierte  Frauenbild der Erste Bank-Werbungsmacher lässt uns alle aber wohl schon länger auf das unausweichliche Ende der Serie warten: "Das ist nicht mein Gynäkologe. Das ist meine Bank."

Im folgenden deshalb zweimal Geschlechtsverkehr in der österreichischen Werbung. Au Mann, was mag diesen verrückten Kreativen wohl dazu Spannendes zugeflogen sein? Das gab's noch nie! Ich bin schon ganz feucht!

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Durchfall über jene, die bei den "Kreativen" oder beim Kunden Gewista dachten, das ganze Ding wär irgendwie lustig. Fantastisch - männer- UND frauenfeindlich zugleich. Multitasking auf höchster Ebene! Und täusche ich mich, oder ist der duschende Spechtler-plus-Lustobjekt am Plakat ein Lookalike von  Robert Kratky, dem Gottseibeiuns der Darmspülung für verstopfte Frauen amtlich !!!! bestätigten Wirkung von Imunitass vom letzten Jahr?

Die Werbebotschaft kuz zusammengefasst: Gewista ist super, weil ... öhm. Wurscht. 

Alles in allem: Ein Scheißabend für alle Beteiligten: für ihn, für sie und für den Zuschauer sowieso. Und die Gewista kann auch nicht auf meine Unterstützung rechnen, falls sie mal bettelnd am Schottentor herumstehen sollte. An Euch kommt keiner vorbei? Schön wärs. 

Tja, im Gegensatz dazu hat mich die Neuinkarnation der Folksbank-Werbung wirklich inspiriert. War schon der Vorgänger ernsthaft darum bemüht, dem etwas doofen Bobo auf dem Radl in Form eines Cabrios voll begattungswilliger Weibchen den Zusammenhang zwischen Geld, Auto und Paarung mittels blauer Schmetterlinge in Proloschüsselform anzudeuten, wird man nun, in der logischen Fortsetzung quasi, über das weitere Vorgehen und die geheimen Zusammenhänge aufgeklärt: Money - it's a boy/girl thing!

Denn kaum hat man dank Kredit und Kauf einer geilen Zuhälterkarre ein Weibchen abgeschleppt und zum Körperflüssigkeitenaustausch überredet,  hat die Partnerin statt dem traditionellen Blick aus dem Fenster schon mitten im Akt nix andres zu tun, als ihrerseits die unheilvolle Verbindung Paarung - Nachwuchs - Geld herzustellen und somit den Kreis des Lebens zu schließen.

There and back again, sozusagen, das Wunder des Lebens. Schön, wie Werbung immer wieder die großen Zusammenhänge schön auch für die Katatonischen unter uns zusammenfasst!

Nur ein kleiner lektoraler Verbesserungsvorschlag für den Slogan: "Folksbank. Mit F - wie Ficken."

So. Jetzt stimmt's.

Kommentare

Gewista

macht ja nicht nur erbärmlich schlechte Werbungen (ich denke, das ist wirklich die schlechteste Werbung die ich je gesehen habe!), sondern ist auch der Kulturszene ggüber ausgesprochen böse: schließlich ist unmittelbar am bevorstehenden Ende des [URL=http://www.igkulturwien.net/cgi-bin/news/page.pl?id=159]freien Plakatierens[/URL] mitschuld!

nachtrag

aus dem Arena-Programm vom Jan 08 (enthält den selben Text wie auf der IG kultur site - siehe link von mir davor - und zusätzlcih folgendes Statement: "btw: der Obmann der ensprechenden Fachgruppe für Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien befindet sich in einer fragwürdigen Doppelfunktion als gleichzeitiger Geschäftsführer der Fa. Gewista."